Wasser ist allgegenwärtig und in jeder Erscheinungsform untrennbar mit den Menschen und ihren Geschichten verknüpft.

Hier geht´s zur ersten Online-Ausstellung – "Wasser – Ursprung, Element, Ressource, Leben" in der Panzerhalle / Wellnesscamp Düne 6. Die Ausstellung ist inzwischen abgebaut, aber via 360-Grad-Rundgang gibt es alle Ausstellungsbeiträge in digitaler Form. 
Termine

Vom 28.05.2021 bis 20.06.2021

Veranstaltungsort

Wellness-Camp Düne 6

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Fotografen der Gruppenausstellung

In den Monaten der Pandemie hat Jörg Gläscher viel Zeit im Wald verbracht und aus Ästen Wasserlandschaften gebaut – einmal scheint es so, als würden sanfte Wellen über den Waldboden plätschern, ein anderes Mal türmt sich zwischen Bäumen ein bedrohlicher Wellenberg auf. Seine fotografische Landart trägt den Titel also passend zu ihrer Entstehungszeit. 

 
„Splash“ heißt der Ausstellungsbeitrag von Jan Kornstaedt. Zu sehen ist: Wasser. Eine fotografische Herausforderung, denn: „Wasser ist farblos, klar, transparent – unbewegt und ohne Begrenzung praktisch unsichtbar. In der Luft werden Tropfen optische Körper, die sich ähnlich wie Glas verhalten, alles um sich herum spiegeln und in sich aufnehmen - und alles verändert sich ständig in Tausendstel Sekunden.“ In seinem zweiten Beitrag widmet er sich auch den Eigenschaften des Wassers, dieses Mal allerdings im Bewegtbild und mit dem Titel „Superposition“.
 
 
  •  Walter Schels – „Barcelona, 1958“ 
Wir schreiben das Jahr 1958, der Fotograf Walter Schels sieht in Barcelona das erste Mal in seinem Leben das Meer: „Jeden Sonntag kam ein großes, weißes Schiff, abends fuhr es wieder weg, zu einem mir unbekannten Ziel. Ich träumte davon, auch einmal auf so einem Schiff über den Ozean zu schwimmen.“ In einer kleinen Dunkelkammer entwickelt er seine Filme, wässert sie aber nicht ausreichend und die Jahre fressen sich in die Emulsion.

 
Die Fotografin Nele Gülck bekam in der Hamburger Seemannsmission den Zuschlag für einen stehen gelassenen Koffer und in dem Moment, in dem sie ihn öffnete, wusste sie, dass daraus ein Fotoprojekt entstehen würde – in dem Koffer nämlich fand sie verschiedenste Gebrauchsgegenstände, Papiere und Erinnerungsstücke eines Seemannes, den sie trotz intensiver Suche bis heute nicht ausfindig machen konnte.
Tränen enthalten einen Cocktail aus Ölen, Proteinen, Enzymen und eine große Menge Elektrolyte, die in Wasser suspendiert sind. Diese variieren in Bezug auf ihre eigene Physiologie und die Art wie sie produziert werden. Zusammen mit den verschiedenen Variablen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit wird der Prozess der Tränenverdunstung und -kristallisation beeinflusst. Das Ergebnis sind unterschiedliche und einzigartige kristalline Strukturen von den verschiedensten Arten von – emotionalen, basalen oder reflexhaften – Tränen. Und genau diese zeigt das „Imaginarium of Tears“ von Maurice Mikkers. 

 
Eines der großen fotografischen Themen von Daniel Etter ist die Flucht: „Ich glaube, dass es zwei große Themen gibt, die menschliche Zivilisationen immer und immer wieder vor enorme Herausforderungen stellen: ungleiche Verteilung von Wohlstand und Sicherheit sowie die Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Beides schlägt sich in Konflikten und schließlich in Flucht nieder. Fluchtbewegungen sind ein Ausgleichsmoment, ausgelöst durch ebenjene Ungleichheiten. Als jemand, der auf der privilegierten Seite dieser Ungleichverteilung lebt, ist es mir wichtig, die menschlichen Konsequenzen zu zeigen, die Risiken, die Wut, die Trauer, die Hoffnung und den Mut.“ 

 
  •  Tom Kiefer – „El Sueño Americano / The American Dream” 
Tom Kiefer arbeitet als Hausmeister in einer Zollabfertigung nahe der Grenze zwischen den USA und Mexiko im Südwesten Arizonas, als er 2003 immer wieder persönliche Gegenstände wie einen Rosenkranz, Familienfotos, Portemonnaies, Seife oder ein Tagebuch im Müll entdeckt – alles Gegenstände, die von Migranten und Asylsuchenden beschlagnahmt, als gefährlich eingestuft und weggeschmissen wurden. Er birgt die Gegenstände und wird ab 2014 zum fotografischen Dokumentar dieser Alltags- und Erinnerungsstücke. Unter ihnen auch immer wieder Wasserflaschen, die die Menschen mitnehmen, wenn sie die Wüste in einem mindestens siebentägigen Marsch von Mexico in Richtung USA durchqueren wollen.

 
Alexander Bronfer ist von dem Toten Meer fasziniert: „Über Jahrhunderte war dieser Ort ein Zufluchtsort für Messiasse, Eiferer, Märtyrer, Könige und Asketen. Nun haben an seinen Ufern Menschen Dämme und Anlagen gebaut, sie bohrten Brunnen, schnitten das Meer von jeder Süßwasserquelle ab und überließen es dem Tod. Heute schieben sie ihre Strandkörbe und Sonnenschirme immer weiter und folgen schweigend dem verschwindenden Meer.“
Die Haenyeo („Seefrauen“), leben und arbeiten auf Jejudo, einer Insel vor Südkorea. Die jahrhundertealte Kultur der Taucherinnen, die Meeresfrüchte ernten, wurde 2016 von der UNESCO auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes gesetzt. Durch den Mangel an Nachwuchs und durch die Verschmutzung der Meere und der daraus resultierenden Veränderung der Tierwelt gibt es immer weniger Frauen, die dem traditionellen Beruf nachgehen. Alain Schroeder durfte einige von ihnen porträtieren. 

 
Shahla Yasini ist die erste Frau, die jemals im Iran – ein Land, das hauptsächlich aus Wüste besteht – gesurft ist. Die italienische Fotografin Giulia Frigeri hat sie bei der Ankunft eines unvorstellbaren Sports für den Iran und der daraus resultierenden Pionierarbeit für die iranische Jugend begleitet.

 
Im Sommer 2020 gab es in Hamburg ein paar sehr heiße Tage – die Hundstage. Während dieser Zeit hat die Fotografin Melina Mörsdorf ihre Tochter Toni und ihren besten Freund Julius (beide acht Jahre alt) beim Spielen mit dem universellsten Spielzeug beobachtet: Wasser. 

 
Eik Hentschkes Arbeit „Grube Hermine“ zeigt einen der renaturierten Braunkohletagebauseen der Region Bitterfeld im südlichen Sachsen-Anhalt. Einst die schmutzigste Stadt und Region Europas wandelte sich die Gegend mithilfe des Wassers in Landschaften mit zauberhaften Seen und Wäldern.

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