Kranichrast im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Kranichrast im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft Klaus-Herbert Schröter
Aufziehender Morgennebel
Aufziehender Morgennebel Carsten Linde
Morgendliches Erwachen am Schlafplatz
Morgendliches Erwachen am Schlafplatz Dr. Günter Nowald

Kranichrast in Mecklenburg-Vorpommern

Die Halbinsel Zingst verfügt mit Pramort als Teil der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft über einen hoch sensiblen Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen und Pflanzen. Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – gewinnt das Gebiet zusätzlich an Bedeutung, wenn Zehntausende von Kranichen ihre angestammten Schlafplätze einnehmen.

 

Bis zum Abflug in die Winterquartiere fressen sich die Kraniche hier die Energiereserven an, die sie auf ihrem weiten Weg in den Süden verbrauchen. Die Großvögel finden sich auf Sammelplätzen ein und verbringen die Nacht stehend im flachen Wasser oder auf Grasinseln, wo sie vor Bodenfeinden wie dem Fuchs geschützt sind. Bei Sonnenaufgang fliegen sie zu den Äsungsflächen auf dem Festland, die bis zu 25 km entfernt sein können. Mit einsetzender Dunkelheit kehren die Kraniche in Gruppen zu den Schlafplätzen zurück. Beim Flug bilden sie meist keilförmige Formationen oder reihen sich zu einer langen Kette auf. Die trompetenden Flugrufe der Altvögel sind weithin zu hören. Der Anflug der Kraniche ist für die Beobachter ein beeindruckendes, wunderschönes und nachhaltiges Erlebnis.

Kraniche beobachten

Für eindrucksvolle Fotos wird empfohlen, die Nahrungsaufnahme der Kraniche auf dem Festland zu beobachten. Gute Beobachtungspunkte sind bei Günz, Bisdorf, Hohendorf, Barhöft, Bresewitz und auf dem Boddendeich von Zingst zu finden. Reedereien bieten abendliche Fahrten zum Beobachten der Kraniche an. Während eines Tagesausfluges auf dem Festland über Barth und Groß Kordshagen nach Groß Mohrdorf bietet sich die Gelegenheit, neben der Beobachtung das Kranich-Informationszentrum zu besuchen.

Der Kranich

Der langbeinige und langhalsige Kranich besitzt ein aschgraues Gefieder mit schwarz-weißer Kopfzeichnung und roter Scheitelplatte. Verlängerte Ellbogenfedern bilden einen Federbusch. Neben seinem Äußeren macht der Kranich durch seine schmetternden Rufe in der Luft auf sich aufmerksam.

Ordnung: Gruiformes (Kranichvögel)
Familie: Gruidae (Kraniche)
Gattung: Grus
Gewicht: 5-7 kg
Länge: 110-130 cm
Verbreitung: Skandinavien, Asien bis Ostsibirien, Baltikum, Polen, Tschechien, Deutschland
Überwinterung: Mittelmeerraum, Afrika bis zum Sudan
Flügelspanne: bis zu 2,20 m
Geschwindigkeit: bis zu 60 km/h
Flughöhe: bis zu 4000 m
Flugkilometer: bis zu 12000 km/Jahr
Gefährdung: Rote Liste Deutschland (2007); Rote Liste MV (2003): ungefährdet

Artenschutz

Kraniche sind sehr scheue und wachsame Vögel. Jede Störung macht sie nervös; sie fliegen auf; es kann sogar zum Verlassen der Plätze kommen. Dabei setzen sie Energie ein, die sie dringend für den weiten Flug in den Süden benötigen. „Beobachten – ohne zu stören“ ist von eigens dafür geschaffenen Beobachtungseinrichtungen aus möglich.

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