Das einzigartige Projekt "Sturmflutschutz und Renaturierung Ostzingst" vereint auf beispielhafte Weise die Sicherheit der Küstenregion mit der Wiederbelebung wertvoller Naturräume. Mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gelegen, leistet das Vorhaben einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Halbinsel.
Angesichts des Klimawandels und steigender Meeresspiegel ist ein robuster Küstenschutz unerlässlich. Diese Herausforderungen machen den staatlichen Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern vor extremen Wetterereignissen immer wichtiger. Im Zuge des Projekts wurde ein modernes Deichsystem auf dem Ostzingst errichtet, das die Region zuverlässig absichert.
Doch das Projekt leistet mehr als nur Hochwasserschutz. Durch gezielte Maßnahmen – wie die Rückverlegung von Deichen, Deichschlitzungen sowie die Neuanlage von Prielen und Überflutungsflächen – erhält die Küstenlandschaft ihre natürliche Dynamik zurück.
Die renaturierten Areale entwickeln sich zu einem Hotspot der Artenvielfalt. Hier entstehen wertvolle Rückzugsorte für Küstenvögel wie Kiebitze, Kraniche und Rohrweihen sowie für seltene Orchideen und salztolerante Pflanzen der Küstenüberflutungsmoore.

Dieses Leuchtturmprojekt beweist, dass Naturschutz und menschliche Sicherheitsbedürfnisse Hand in Hand gehen können. Die wiederhergestellten Landschaften bieten nicht nur Schutz, sondern steigern auch die Attraktivität der Region für einen erholsamen Natururlaub zwischen Ostsee und Bodden, der Möglichkeiten zur Naturbeobachtung und Umweltbildung bietet.
Was geschieht auf der Sundischen Wiese?
Bis Ende 2026 wird der Südteil der Sundischen Wiese auf dem Ostzingst schrittweise renaturiert. Das Ziel: Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts, Förderung seltener Arten und Etablierung einer nachhaltigen Beweidung.
Zeitraum: –
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Bereich: Pramort
Ziel: Freigabe zur Beweidung nach Abschluss.
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Bereich: Westlicher Teil des Beweidungsgebiets
Ziel: Freigabe zur Beweidung nach Abschluss.
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Bis Ende 2026 wird der Südteil der Sundischen Wiese auf dem Ostzingst in mehreren Bauphasen renaturiert, um den natürlichen Wasserhaushalt wiederherzustellen, Lebensräume für seltene Arten zu fördern und eine nachhaltige Beweidung zu ermöglichen.
Die Renaturierung dient der Wiederherstellung natürlicher Lebensräume, der Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Schaffung von Rückzugsgebieten für seltene Tier- und Pflanzenarten.
Das Projekt läuft von Frühjahr 2024 bis Ende 2026 und ist in vier aufeinanderfolgende Bauphasen unterteilt.
Ja, ein Besuch ist grundsätzlich möglich. Es kann jedoch temporär zu Sperrungen bestimmter Wege (z. B. Deichunterhaltungsweg) und Einschränkungen kommen.
Nach Abschluss der Arbeiten werden die Flächen ökologisch nachhaltig beweidet und fungieren als geschützter Lebensraum für die spezielle Flora und Fauna des Nationalparks.
Nationalparkamt Vorpommern
Schlösschen Sundische Wiese
Schlösschen 32
18374 Zingst
info@zingst.de
+49 (0) 3 82 32 / 8 15 80
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