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UNICEF Foto des Jahres 2025

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Mit der Auszeichnung “UNICEF Foto des Jahres“ werden Fotografien und Fotoreportagen prämiert, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern weltweit dokumentieren.

Biografie:

UNICEF Deutschland zeichnet seit dem Jahr 2000 Fotos und Fotoreportagen aus, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern weltweit auf herausragende Weise dokumentieren. Die prämierten Arbeiten zeigen unterschiedliche Facetten der prekären Lebenssituation von Millionen Kindern weltweit, deren Rechte tagtäglich verletzt werden – und dabei allzu häufig unsichtbar bleiben. Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury aus Fotoexpert*innen. Geleitet wird der Fotowettbewerb von Markus Seewald.

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Biografien der Fotograf:innen

Elise Blanchard, geboren 1991, verfügt über Studienabschlüsse in Journalismus an der Columbia University, New York, sowie am renommierten Institut d’études politiques de Paris. In Afghanistan arbeitete sie zunächst als freie Fotojournalistin, dann zwei Jahre als feste Korrespondentin für Agence France-Presse in Kabul in der Zeit des Vormarsches der Taliban, und ist seither wieder als unabhängige Fotografin unterwegs, unter anderem für die französische Sektion von Terres des Hommes und Organisationen der Vereinten Nationen.

Ihre Arbeiten sind in nahezu sämtlichen führenden französischen und US-Zeitungen veröffentlicht worden, dazu in der ZEIT und der Neuen Zürcher Zeitung. Ein Buch über Blanchards Erlebnisse der vergangenen drei Jahre wird 2026 erscheinen.

Natalya Saprunova, geboren 1986, wuchs im russischen Murmansk auf und arbeitete zunächst als Französisch-Lehrerin, bevor sie sich der Fotografie zuwandte. 2008 zog sie nach Frankreich, wo sie einige Jahre in der Marketing-Branche arbeitete, 2016 aber vollständig auf die Fotografie umstieg. Sie erhielt die französische Staatsbürgerschaft, graduierte 2020 in Dokumentar-Fotografie an einer Hochschule in Paris.

Inzwischen lehrt Saprunova auch Fotografie; ausgezeichnet wurde sie für ihre Arbeiten, von denen viele in Sibirien entstanden, unter anderem mit dem Canon Female Photojournalist Grant. 2023 gewann sie den dritten Preis beim UNICEF Foto des Jahres mit einer Fotoreportage über das Leben der Evenken in Jakutien.)

Sourav Das, geboren 1984, hat einen Master-Abschluss Filmwissenschaft. Er zitiert den berühmten Fotografen Henri Cartier-Bresson mit dem Satz: „Mit einem Auge sieht der Fotograf auf die Welt, mit dem anderen in seine eigene Seele.“ Und was Das dort entdeckt, ist vor allem Empathie für die Millionen im Elend lebenden Menschen im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Und Bewunderung für jene, die auch unter schwersten Bedingungen nicht aufgeben, etwas zum Guten wenden zu können.

So fotografierte er in der Corona-Zeit die Aktionen eines Lehrers, der die verschlossene Schule einfach ins Freie verlegte, um die Kinder weiterhin unterrichten zu können. 2021 wurde er dafür mit dem zweiten Preis beim UNICEF Foto des Jahres geehrt.

Anya Tsaruk, geboren 1998, hat die Ukraine im Alter von 17 Jahren verlassen. In Polen studierte sie Kultur- und Medienmanagement an der Jagiellonian University in Krakau, ihre fotografische Ausbildung absolvierte sie unter anderem an der Neuen Schule für Fotografie und an der Universität der Künste in Berlin. Ausstellungen ihrer Arbeiten gab es schon in London, Oslo, Paris und Vancouver, in Kyjiw, Lahti und Bergamo sowie in einigen deutschen Städten.

Anya Tsaruk war bereits bei zahlreichen Festivals vertreten und hat dort Preise gewonnen.

Emilie Toldam, geboren 1996, lebt in Aarhus, hat einen Bachelor-Abschluss in Fotojournalismus an der Danish School of Media and Journalism, und ihr Themenspektrum reicht von Hochzeitsfotografie über Porträts und Reportagen zu Kindheit und Jugend bis zu Familienleben.

Toldam hat für die Tageszeitung Jyllands-Posten gearbeitet und Preise bei diversen dänischen Wettbewerben gewonnen.

Arez Ghaderi, geboren 1987, kam in der kurdischen Provinz Sanandaj im Iran zur Welt. Gegenwärtig lebt er in Deutschland und studiert dort Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an einer Fakultät der Hochschule Hannover.

Mit Fotografie beschäftigt sich Ghaderi seit Beginn der 2000er-Jahre, in fünf Einzel- und über 30 Gruppen-Ausstellungen waren seine Arbeiten bisher zu sehen. Auszeichnungen haben sie unter anderem im Iran, in Polen, Italien, Portugal und Deutschland erhalten; darunter bereits 2016 den ersten Preis beim UNICEF Foto des Jahres.

Sandro Maddalena, geboren 1984, hat ein Masterstudium in Fotojournalismus an der Academy of Fine Arts in Neapel absolviert und als Reporter unter anderem von den blutigen Ereignissen auf dem Maidan-Platz der ukrainischen Hauptstadt im Jahr 2014 berichtet, dem Ende des Janukowitsch-Regimes, zugleich aber dem endgültigen Beginn russischer Okkupationsanstrengungen. Maddalenas Fotos, teils für Agenturen wie AFP oder NurPhoto erstellt, wurden vielfach international ausgezeichnet und sind unter anderem im Stern, in der ZEIT und in Newsweek erschienen, überdies auch als Standbilder im italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk RAI. Außer mit seinen Reportagen aus der Ukraine ist Maddalena auch mit großen Arbeiten zur Migration über das Mittelmeer bekannt geworden.

Hossein Beris, geboren 1980, ist Fotograf der Agentur Middle East Images und verbirgt seine Identität hinter einem Pseudonym, um unerkannt auch in einer heiklen und gefährlichen Weltregion arbeiten zu können.

Die Kolleginnen und Kollegen aus seiner Agentur berichten aus Saudi-Arabien und dem Jemen, aus dem Iran und dem Irak, aus Ägypten, Syrien, der Türkei und weiteren Ländern. Ihr Ziel ist es, in Langzeitprojekten Innenansichten aus oft nur schwer zugänglichen Konfliktzonen zu liefern: ein „intimes Mosaik“ von Bildern und Geschichten, das der Außenwelt Einsichten in den Alltag jener Menschen erlaubt, die vielfach von Krieg, Gewalt und Ungerechtigkeit gepeinigt werden.

Laura Pannack, geboren 1985, lebt in London und fotografiert seit 20 Jahren mit einer Vorliebe für das experimentelle Erzählen von Bildergeschichten mit verschiedenen Kameraformaten und einem Medien-Mix aus Collagen, Dokumentarfotografien und Zeichnungen in Farbe und Schwarz-Weiß. Für ihre Arbeit über den gefahrvollen Schulweg von Jugendlichen in Kapstadt hat sie versucht, mit ihnen in einen direkten Austausch zu treten, hat sie auch selbst fotografieren lassen.

Und versucht, sie in jenen Augenblicken zu porträtieren, in denen eine Mischung aus Angst und Verträumtheit, aus Stille und Aufgewühltheit, aus Unsicherheit und Trotz zu spüren war.

Saher Alghorra, 1997 in Gaza City geboren, hat an der Palestine University in Zahraa einen Abschluss in Medienwissenschaft, Public Relations und Fotografie erworben. Seit sein Vater ihm eine Kamera schenkte, 2017, ist er passionierter Fotograf. Seit 2021 arbeitet er professionell; seine Reportagen wurden unter anderem im britischen Guardian und The Telegraph veröffentlicht, seit 2025 regelmäßig auch in der New York Times. 2023 wurde eines seiner Bilder vom Time Magazine zu den 100 wichtigsten Fotos des Jahres gewählt.

Alghorra hat viele namhafte internationale Preise gewonnen, darunter eine Auszeichnung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. 2024 wurde er schon einmal mit einer lobenden Erwähnung beim UNICEF Fotos des Jahres geehrt.

Alle Texte © Peter-Matthias Gaede für UNICEF, Dezember 2025

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