Er war in den tiefsten, größten und längsten Höhlen der Welt. Und er hat damit die faszinierendsten, schönsten und ungewöhnlichsten Orte gesehen, die den meisten Menschen verborgen sind.
Auf den Ausstellungstafeln in der Jordanstraße wird eine spannende Auswahl von Werken Robbie Shones präsentiert, die bei neun wissenschaftlichen Expeditionen entstanden, die er zwischen 2009 und 2026 begleitete. Seine Arbeit führte ihn zusammen mit verschiedenen Teams von Forschenden in die entlegensten Teile der Welt, und er erlebte extreme physikalische und geologische Phänomene. So war er in Eishöhlen im Nordosten Grönlands unterwegs, ebenso in extrem heißen Lavaröhren in Island. Shone war in der tiefsten Höhle der Welt im Kaukasus, in den riesigen Höhlen im Nationalpark Gunung Mulu auf Borneo oder in mächtigen Höhlenkammern in China. Einmalige Felsformationen hielt er in New Mexico, USA, und unbeschreiblich farbige Labyrinthe unter Schweizer Gletschern fest. Er sah die größten Höhlenfische der Welt in einem Höhlensystem in Indien und seltene Ölvögel in Venezuela.
Wie fragil und gefährdet diese Unterwelten oft sind, dokumentierte er während einer Expedition in Mexiko, bei der auch deren spirituelle Bedeutung in alten Kulturen deutlich wurde. Die Touren waren immer anstrengend und oft gefährlich – auch davon erzählen seine Bilder, ob eine Erkundung nur an dünnen Seilen, ein Fortkommen nur schwimmend möglich war oder aber durch plötzliche Flutwellen sogar Lebensgefahr drohte.
Bei aller Schönheit und bei allen spannenden Geschichten wird ebenso deutlich, wie wichtig seine Arbeit ist. Denn er begleitet und visualisiert die Arbeit der Forschenden, die mit dem Erkunden und Sammeln von mineralogischen, geologischen und präzisen naturwissenschaftlichen Informationen über die frühe Erdgeschichte auch Wissen für die Zukunft schaffen. Wie sensibel und schützenswert die Höhlenformationen der Welt und ihre einzigartigen Ökosysteme sind – auch davon erzählen seine großartigen und beeindruckenden Bilder.
Die Ausstellung Höhlenwelten wird im Rahmen des 19. Umweltfotofestivals »horizonte zingst« präsentiert, das in diesem Jahr das Thema MENSCH in den Mittelpunkt stellt.
Schon während seines Studiums der bildenden Kunst und Fotografie in Sheffield, Großbritannien, entwickelte Robbie Shone ein starkes Interesse für die Höhlenforschung und begann, sich intensiv mit den besonderen Herausforderungen der Höhlenfotografie zu beschäftigten. Die Arbeiten des Briten wurden in vielen nationalen und internationalen Publikationen veröffentlicht, darunter in Magazinen wie National Geographic, National Geographic Science, Geo, Time, Stern, View und Terra Mater sowie in zahlreichen Büchern. Für seine Arbeit wurde er bereits vielfach ausgezeichnet. Shone lebt im Herzen der österreichischen Alpen in der Nähe von Innsbruck.
Vom 29.05.2026 bis 18.04.2027
Robbie Shone
Kur- und Tourismus GmbH Zingst
Open-Air-Fotoausstellung Jordanstraße
Jordanstraße
18374 Zingst
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Robbie Shone