Mitten im Sand steht sie da, als hätte ein Riese sie beim Sonnenbaden vergessen: Sea Pink II, die überdimensionale Sonnenbrille des Künstlers Marc Moser, ist längst mehr als nur ein Hingucker. Sie verwandelt einen Strandspaziergang in ein Erlebnis und lädt dazu ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen – durch rosarote Gläser.
Was passiert, wenn ein Alltagsgegenstand seine vertraute Größe verlässt? Sea Pink II inszeniert genau diesen Moment: Aus der Nähe betrachtet, verfärbt sich der Blick auf Meer, Himmel und Strand – mal sanft und romantisch, mal leuchtend und intensiv, je nach Licht und Wetter. Der Effekt: ein Spiel mit der Wahrnehmung, das zum Innehalten einlädt – und zur Kreativität.
Die rosa Sonnenbrille ist längst ein ikonisches Fotomotiv in Zingst – für Urlauberinnen und Urlauber, Kreative und Workshop-Teilnehmende gleichermaßen. Ob mit Kamera oder Smartphone: Wer durch die pinkfarbenen Gläser fotografiert, entdeckt neue Bildideen und ungewöhnliche Perspektiven. Besonders bei den beliebten Smartphone-Workshops, im Ostseeheilbad Zingst wird Sea Pink II gern genutzt, um das Spiel mit Licht, Farbe und Komposition zu üben.
Wenn die Saison sich neigt, zieht es auch Sea Pink II weiter – wie die Kraniche, die im Herbst ankommen, wechselt sie ihren Platz und steht dann am Max Hünten Haus.
Gut zu wissen: Falls die rosa Sonnenbrille einmal nicht zu sehen ist, wird sie möglicherweise gerade restauriert. Die salzige Seeluft hinterlässt Spuren – doch mit regelmäßiger Pflege bleibt Sea Pink II auch in Zukunft ein strahlender Teil des kreativen Zingst.
Früher war Sea Pink II im Winter am idyllischen Hafen zu finden – ein stiller, stimmungsvoller Ort, an dem das Kunstwerk neue Kontraste zur ruhigen Boddenlandschaft bot. Seit Kurzem jedoch steht die riesige Brille in der kalten Jahreszeit am Max Hünten Haus – mitten im Ort und im Herzen der fotografischen Inspiration.
Marc Moser, geboren 1968 in Arbon in der Schweiz, ist der kreative Kopf hinter der rosa Sonnenbrille Sea Pink II im Ostseeheilbad Zingst. Schon früh entwickelte er als Sohn eines Eisenwarenhändlers eine besondere Affinität zum Werkstoff Metall. Nach einer Lehre zum Schmied und einem Kunst- und Bildhauerpraktikum beim renommierten Schweizer Stahlplastiker Etienne Krähenbühl vertiefte Moser seine Leidenschaft für die Metallbearbeitung und Bildhauerei.
1993 gründete er sein eigenes Atelier in Arbon, wo er seine ganz eigene künstlerische Handschrift entwickelte. Während seine frühen Arbeiten stark von organischen Formen geprägt waren, verlagerte sich seine Formensprache im Laufe der Jahre zunehmend hin zum Abstrakten. Heute ist Marc Moser bekannt für großformatige, oft verspielte Objekte, die durch ihre Dimensionen und Materialität die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern – wie es auch bei der beeindruckenden Installation Sea Pink II in Zingst der Fall ist.
Sea Pink I war der Ursprung dieser Kunstidee. Die überdimensionale rosa Sonnenbrille wurde 2011 im Rahmen der Ausstellung "Sculpture by the Sea" im dänischen Aarhus erstmals präsentiert. Aufgrund des großen Erfolgs und der positiven Resonanz entwickelte Marc Moser später Sea Pink II – eine weiterentwickelte und etwas größere Version, die heute fest mit dem Ostseeheilbad Zingst verbunden ist.
Als Teil des Fotokunstpfads Zingst lädt die Installation Besucher dazu ein, die Natur auf kreative Weise zu entdecken. Entlang des Fotopfads finden sich zahlreiche Kunstwerke und Fotopunkte, die die Verbindung zwischen Umwelt, Kunst und Fotografie erlebbar machen
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