Heute in Zingst

„Für mich ging es bei diesem Projekt vor allem darum, mich mit etwas zu beschäftigen, das mich während des gesamten Prozesses glücklich macht: von Anfang bis Ende“, betont die Fotografin Katie Orlinsky.

Die Aqualillies: das sind Teams aus passionierten Tänzerinnen und Synchronschwimmerinnen. Unter diesem Namen haben sie sich in Kalifornien, New York, Las Vegas, Kanada, Frankreich und Australien zusammengeschlossen. In ihren Choreographien verschmilzt die Kunst des Balletts mit der Athletik des Synchronschwimmens. Entstanden ist eine Neuausrichtung der klassischen Form des Wasserballetts. Die Aqualillies stehen für Vielseitigkeit: sowohl im Wasser durch ihre Choreographien als auch an Land durch ihre Berufstätigkeit. Einige von ihnen sind ehemalige Leistungsschwimmerinnen, die das Tanzen gelernt haben, während andere professionelle Tänzerinnen sind, die das Schwimmen gelernt haben. Sie arbeiten in allen Bereichen, von Recht und Finanzen bis hin zu Snowboardunterricht und Modedesign.

Wie die Fotografin auf die Synchronschwimmerinnen aufmerksam geworden ist, welchen Herausforderungen sie beim Fotografieren begegnete und warum sie nachhaltig von den Aqualillies fasziniert ist, verrät Katie Orlinsky im Interview:

horizonte zingst: Was fasziniert Sie an Synchronschwimmen?

Katie Orlinsky: Synchronschwimmen ist wunderschön anzusehen: es sieht anmutig und nahezu mühelos aus – obwohl es ein schwerer Sport ist, der eine Menge sportlicher Fähigkeiten und Training erfordert. Ich bewundere das. Als Kind habe ich mich – leider erfolglos – in mehreren Schwimmteams ausprobiert. Trotzdem liebe ich das Wasser und das Schwimmen bis heute.

Synchronschwimmen ist etwas, das ich persönlich nicht kann, aber durch die Arbeit an diesem Projekt konnte ich in die Unterwasserwelt der Aqualillies eintauchen und mich für ein paar Stunden fühlen, als wäre ich eine von ihnen. Da ist dieses kindliche Gefühl des Staunens, wenn ich unter Wasser die Frauen um mich herum schwimmen sehe – wie ein kleines Mädchen das glaubt, mit den Meerjungfrauen zu spielen. Ich bewundere auch die ästhetischen Perfomances der Aqualillies an Land.

Wie sind Sie auf die Aqualillies aufmerksam geworden?

Im Auftrag der New York Times recherchierte ich über Schwimmbäder und las in einer Zeitschrift einen kurzen Beitrag über diesen neuen Fitness-Trend des Synchronschwimmens. In dem Artikel wurde eine Gruppe von Unterwasser-Ballerinas namens „Aqualillies“ erwähnt, die auch Fitnesskurse in Santa Monica anbieten. Ich rief dort an und sie luden mich ein, an diesem Wochenende ihr Training zu besuchen.

Für mich ging es bei diesem Projekt vor allem darum, mich mit etwas zu beschäftigen, das mich während des gesamten Prozesses glücklich macht: von Anfang bis Ende. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich nur zusehe oder fotografiere – es ist wunderschön anzusehen und zu dokumentieren. Die Ruhe des Wassers in Kombination mit der Energie und Freude ist genau die richtige Mischung.

Wie sind Sie fotografisch vorgegangen?

Am Anfang war es technisch eine Herausforderung. Mir war nicht klar, wie entscheidend ein guter Schnorchel und ein Unterwassergehäuse sein würden. Aber ich habe die Challenge gerne angenommen, meine Ausrüstung aufgestockt und Tricks wie das Beschweren mit Gewichten gelernt. Ich habe die Foto-Shootings minimal gehalten, um den Proben nicht im Weg zu stehen.

Was macht die Strecke über die Aqualillies so besonders für Sie?

Die Aqualillies haben mich vom ersten Moment an beeindruckt, und als ich mit ihnen in den Pool stieg, wusste ich, dass etwas Besonderes passieren würde. Es war das erste Mal, dass ich unter Wasser fotografiert habe – was definitiv eine Herausforderung war. Aber die Athletik und Anmut der 'Lillies' motivierte mich dazu, mich körperlich weiter anzustrengen. Die Kombination aus Licht, Farbe und Bewegung inspirierte mich, mein Bestes zu geben, um die schiere Magie des Ganzen einzufangen. Nach diesem ersten Fotoshooting wurde mir klar, dass ich nicht nur etwas gefunden hatte, das ich liebte, sondern auch eine aufregende Geschichte. Ich beschloss die Aqualillies dauerhaft mit der Kamera zu begleiten.

Die Ausstellung "The Aqualillies" ist ab dem 15.05. 2021 in der Epson Digigraphie Galerie zu sehen.

Website der Fotografin: www.katieorlinskyphoto.com

Interview per email: Edda Fahrenhorst und Nina Hesse

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