Microskulpturen
Microskulpturen Levon Biss

Fotoschau: Mikroskulpturen - Levon Biss

Levon Biss wirft mit seiner Fotografie wortwörtlich ein neues Licht auf die Entomologische Sammlung des Museums des Oxford Universität Museums für Naturkunde.

Veranstaltungskategorie: 
Datum: 
vom 20.05.2017 bis 31.10.2017

Der Maßstab und die  Auflösung der Bilder lenken das Auge nicht nur auf die überraschende und oft atemberaubende Schönheit der Insekten, sondern enthüllen auch die komplizierten, evolutionären Anpassungen ihrer Gestalt, die von Wissenschaftlern als »Mikroskulpturen« bezeichnet werden.

Vernissage: Sonntag, 21.05.2017 | 17 Uhr Postplatz Zingst II

Die fotografische Arbeitsweise von Levon Biss ist eine Zusammensetzung tausender Einzelaufnahmen unter variantenreicher Beleuchtung, die in der Summe ein präzises Porträt des dokumentierten Insekts ergeben. Die Farben und Formen existieren in unzähliger Vielfalt, doch um sie für das menschliche Auge sichtbar zu machen, bedarf es eines Lichtmikroskops und eines Kamera- Objektivs. Rippen, Gruben und Netzstrukturen, die von der Natur komplex miteinander verknüpft sind, werden auf diese Weise sichtbar gemacht. Der Zweck dieser mikroskopisch kleinen morphologischen Strukturen ist größtenteils noch nicht bekannt und öffnet faszinierende Möglichkeiten für zukünftige Forschung. Die Experten glauben nach bisherigen Erkenntnissen, dass variantenreiche Formen, Farben und Strukturen der Insektenoberflächen auf unterschiedlichste Art und Weise zum reflektieren des Sonnenlichts, abweisen des Wassers und einfangen des Sauerstoffs beitragen. Levon Biss erklärt seine fotografische Technik: »Jedes Werk des ‚Mikroskulptur-Projekts‘ besteht aus ungefähr 8 000 Einzelaufnahmen. Jedes Insekt wird, je nach Größe des Exemplars, in ungefähr 30 Teilen abgelichtet. Jeder Abschnitt wird unterschiedlich mit dem Stroboskop beleuchtet, um die Schönheit der jeweiligen Körperstruktur hervorzuheben. Um mir ein komplett scharfes Endprodukt zu ermöglichen, montiere ich die Kamera auf eine elektrische Schiene, die ich programmiert habe, und die sich mit jeder Aufnahme um zehn Mikrometer vorwärts bewegt. Danach wende ich mehrere Bildaufschichtungsmethoden an, um die Aufnahmen auf ein einzelnes Bild zu reduzieren, das dann die komplette Schärfe bietet.«

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