Am Herrenbad um 1900
Am Herrenbad um 1900 Museum Zingst

Geschichte

Das Ostseeheilbad Zingst mit seinen 3.200 Einwohnern ist die östlichste Gemeinde auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Der Ort Zingst ist vom Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft umgeben.

Die erste menschliche Besiedlung ist mit den Resten eines slawischen Burgwalls, der Hertesburg, nachgewiesen. 1292 gehörte Zingst zum Fürstentum Rügen, im Jahr 1648 kam Zingst wie ganz Vorpommern infolge des Dreißigjährigen Krieges unter schwedische Herrschaft und ab 1815 wurde das Gebiet preußisch. 

Für Zingst spielte schon früh die Seefahrt neben der Fischerei eine große Rolle. Durch seine Lage besaß es beste Voraussetzungen für den Schiffhandel mit Holz und Getreide.  Im 18. Jahrhundert begann für Zingst das Goldene Zeitalter, befuhren doch Zingster Kapitäne und ihre Besatzungen die Ost- und die Nordsee, das Mittelmeer und auch die Ozeane. In den Zingster Werften wurden Schiffe bis zu 40 m gebaut.

Mit der aufkommenden Dampfschifffahrt versiegte diese Erwerbsquelle.

Zingst Geschichte bis 1945

Hinzu kam der 1879 von Otto von Bismarck eingeführte Schutzzoll auf Getreide, der viele skandinavische Handelspartner vertrieb. Ende des 19. Jahrhunderts gab es noch einmal ein höheres Frachtaufkommen durch den Zubringerverkehr für die Häfen in Rostock, Stettin, Stralsund und Barth. An Zingst ging dieser Aufschwung vorbei. Viele Zingster Seeleute wanderten aus, die Einwohnerzahl sank.  

1881 wurde das so genannte Bade-Comité in Zingst gegründet. Gründungsväter waren der Gastwirt Christian Rammin und der Schiffskapitän Rudolf Parow. Damen- und Herrenbad sowie das erste Strandrestaurant entstanden. Ein Warmbad und ein Kaltbad – heute noch zu sehen gegenüber dem Kurhaus, in der jetzt die Verwaltung der Kur- und Tourismus GmbH sitzt – standen unter Verwaltung der beiden Gründungsväter. Die Gemeindeverwaltung übernahm die Aktengesellschaft und konnte 1913 ein Familienbad eröffnen. Durch die neue Bahnstrecke bis Zingst und Prerow wuchsen die Gästezahlen rasch. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges, der den Badebetrieb fast zum Erliegen brachte. Nach dem Krieg badete man zusammen, nutzte Strandkorb oder baute Sandburgen. 1937 wurde Zingst Wehrmachtsstandort und KdF-Bad. Der ausbrechende Zweite Weltkrieg brachte den Badebetrieb wiederum völlig zum Erliegen. Nach dem Krieg wurde Zingst Zufluchtsort für viele Heimatvertriebene.   

Zingst zu DDR-Zeiten

In Zingst entstand im Osten eine Garnison einer Flaklehreinheit und in den Sundischen Wiesen ein Flakschießstand, ein Behelfsflugplatz und ein Bombenabwurfsgelände. Nach Gründung der NVA wurde das Gelände der nördlichen Sundischen Wiesen wieder als Flak-Schießplatz genutzt.

Der FDGB übernahm aus politischen Gründen verstärkt das Erholungswesen. Meist wurden die FDGB-Urlauber noch in privaten Unterkünften untergebracht. 1948 erfolgte die Eröffnung eines neuen Kurhauses am Hauptübergang zum Strand. 1979 wurde Zingst „staatlich anerkannter Erholungsort“.  1991 wurden die Ferieneinrichtungen des FDGB und der Bundeswehrstandort geschlossen.  Schon 1992 erhielt Zingst als einer von wenigen Badeorten in den neuen Bundesländern die „Blaue Europaflagge“ für seine hervorragende Badewasserqualität.

Bis dann nach der Deutschen Einheit die strukturelle Entwicklung des Ortes auf den Tourismus ausgerichtet wurde, auf einem Teil des Geländes ein Campingplatz entstand und sich der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft entwickeln konnte.

Im Jahr 1993 wurde die neue Seebrücke Zingst am Hauptübergang neben dem Kurhaus eröffnet. Im Jahr 1994 eröffnete die „Mutter-Kind-Kurklinik" und 1996 das privatwirtschaftlich betriebene Kurmittelzentrum. Für dieses wurde 1997 eine Wasserleitung von der Ostsee gebaut. Das alte Kurhaus wurde 1998 abgerissen und im Jahr 2000 durch einen Neubau ersetzt. Dem Ostseebad Zingst wurde im Jahr 2002 der staatlich anerkannte Titel „Ostseeheilbad“ verliehen. Seit 2008 gewann Zingst mit dem Umweltfotofestival »horizonte zingst« weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung. Zingst verzeichnete 2014 270.000 Urlauber mit 1.700.000 Übernachtungen. Tendenz steigend. Damit der Urlaubsort das ganze Jahr an Attraktivität gewinnt, haben sich die Zingster in ihrem Tourismuskonzept den zentralen Themen Natur – Fotografie – Gesundheit in nachhaltiger Entwicklung verschrieben.

Spannende Geschichte ist zu erleben und zu erfahren im Museum Zingst.

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