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Im Zentrum der Geschwindigkeit
Wolfgang Zurborn
04. September – 31. Oktober 2010
Galerie Villa Ruh
Das Erreichen einer maximalen Geschwindigkeit ist zu einem dominierenden Moment unserer modernen Gesellschaften geworden. Das Tempo prägt unsere Wahrnehmung und hinterlässt dabei in uns ein seltsames Gefühl der Trägheit. Der Bau des Tunnels unter dem Ärmelkanal hat für Wolfgang Zurborn eine symbolhafte Wirkung für diese Thematik. In seinen vielschichtigen hintersinnigen Bildwelten hält er eine paradoxe Spannung zwischen Rausch und Erstarrung aufrecht. Der Mensch in seinen Fotografien ist Mittelpunkt und Marginalie zugleich. Auch bei den umfangreichen Feierlichkeiten zur Eröffnung des Eurotunnels scheint er nur eine passive Statistenrolle zu spielen.
Die Momentaufnahmen, in denen die Zeit stillzustehen scheint, kontrastiert Zurborn mit Bildmontagen, die mit prägnanter
Formensprache, sehr bewusstem Umgang mit Farbe und langgezogenem Panorama-Format eine eigenwillige Dynamik entwickeln. Zusammengesetzt sind diese Arbeiten aus fragmentarischen Sichten auf Orte und Gegenstände im Umfeld des Eurotunnels, die im Zusammenspiel ein komplexes Netz historischer, kultureller und politischer Bezüge ermöglichen.
Die Momentaufnahmen, in denen die Zeit stillzustehen scheint, kontrastiert Zurborn mit Bildmontagen, die mit prägnanter
Formensprache, sehr bewusstem Umgang mit Farbe und langgezogenem Panorama-Format eine eigenwillige Dynamik entwickeln. Zusammengesetzt sind diese Arbeiten aus fragmentarischen Sichten auf Orte und Gegenstände im Umfeld des Eurotunnels, die im Zusammenspiel ein komplexes Netz historischer, kultureller und politischer Bezüge ermöglichen.
