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Dr. Hans D. Baumann

copyright_Baumann_72dpi.jpg*1950, Kassel
Experte digitale Bildbearbeitung, Workshop Referent, Herausgeber von DOCMA

Ausbildung
ab 1969 Kunststudium in Marburg, Düsseldorf und Kassel
1976 1. Staatsexamen (Kunstpädagogik)
1976-1981 Dissertation über „Bedingungen der Darstellungsfunktion von Bildern"

Berufserfahrung
1970-1973 Aufbau einer Buchhandlung
1977-1979 Schulungsleiter für Design- und Kunsttheorie bei der Rosenthal AG, Selb
1979-1981 Wissenschaftliche Tätigkeit
seit 1981 freiberufliche Tätigkeit als Journalist, Schriftsteller, Grafiker und Fotograf
Seit 1984 Beschäftigung mit digitaler Bildbearbeitung.
1982-2005 Chefredakteur, später Herausgeber des Motorrad-Rocker-Magazins „Bikers News"
1986 Publikation des ersten in Deutschland mit Desktop Publishing produzierten Buches
1986-1997 freier Mitarbeiter der Zeitschrift „Page" (Schriftgeschichte; Bildbearbeitung)
Seit 1988 freier Mitarbeiter der Zeitschrift „MACup" (für digitale Bildbearbeitung).
In den folgenden Jahren freier Mitarbeiter der Linotype AG.
2000-2003 in Zusammenarbeit mit der Firma Arktis; Publikation der Reihen: „Doc Baumanns digitales Atelier" und „Doc Baumanns digitales Archiv"
Seit 2001 Zusammenarbeit mit Christoph Künne.
Seit 2002 Herausgabe von „DOCMA – Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung".
Seit 2002 Initiative zum und Organisation von „DOCMA Award für digitale Bildbearbeitung".
Seit 2005 freier Mitarbeiter der Zeitschrift „Photographie".
Seit 2005 Zusammenarbeit mit dem Computer-Verlag „Addison-Wesley".

Veröffentlichungen u.a.

1977 „Kunst und Medien – Materialien zur documenta 6" (Mitherausgeber, Stattzeitung)
1985 „Rocker – Die wilden Motorradgruppen" (Beltz); „Kassel in alten Ansichten" (Zaltbommel)
1986 „Der Film: Der Name der Rose" (mit Arman Sahihi); Beltz – das erste in Deutschland mit Desktop Publishing produzierte Buch, zu den historischen, philosophischen und kirchengeschichtlichen Hintergründen von Ecos Roman und Annauds Film)
„Die schönsten Motorradtankbemalungen der Welt" (Serag)
Seit 1990 etwa 30 Buchpublikationen über digitale Bildbearbeitung und Gestaltung.
Seit 1991 Arbeit an einem Roman über die fiktionalen Hintergründe eines Gemäldes von Hans Holbein dem Jüngeren.
2005 - 2007 Bild - CD - Reihe mit Montage Elementen; gemeinsam mit Christoph Künne Erarbeitung der 20bändigen Enzyklopädie "Photoshop Basiswissen" (Verlag Addison-Wesley

Statement

Der Einsatz von Digitalkamera und Computer scheint geradezu den Gegenpol zu Natur und Umwelt zu bilden. Hier kalte Technik – dort Leben und Weite. Man könnte argumentieren: Der Einsatz von digitaler Bildbearbeitung hat umweltschädliche Chemikalien aus der Dunkelkammer überflüssig gemacht, er erspart Berge an Fotopapier mit mißlungenen Abzügen, die im Abfall landeten. Wir brauchen keine Filme mehr, fehlbelichtete oder verwackelte Aufnahmen werden rückstandslos gelöscht, materialaufwendige Versuchsreihen sind überflüssig, weil wir die Ergebnisse bereits am Kameradisplay kontrollieren können.
Das alles ist richtig – und doch nur der eine Teil der Wahrheit. Denn die Rechner, Monitore, Tintenstrahldrucker und Kameras benötigen Rohstoffe, müssen entsorgt werden und brauchen viel Strom – ebenso wie das Web, über das Bilddaten an Entwicklerdienste geschickt werden, die dann über Transportunternehmen die Ausdrucke an uns zurücksenden. Seien wir also ehrlich: Unterm Strich trägt das Fotografieren ebenso zur Umweltverschmutzung bei wie alles andere. Digitale Bearbeitung macht alles, was nach dem Druck auf den Auslöser kommt, angenehmer und besser steuerbar und es bietet Möglichkeiten, von denen wir zu analogen Zeiten nicht einmal geträumt haben. Aber ihre Umweltbilanz dürfte kaum positiv ausfallen.
Wir machen mit DOCMA ein Heft, von dem fast doppelt so viele Exemplare gedruckt wie von Lesern gekauft werden. Der Rest wandert ins Altpapier. Wenigstens die beigelegten CDs haben wir aus Umweltschutzgründen abgeschafft. Dieses Verhältnis ist mehr oder weniger bei allen Magazinen das gleiche – auch bei denen, die ausführlich über Umweltthemen schreiben. Trotzdem kann sich keiner den „Bedingungen des Marktes" entziehen, und Regelungen, alle zu sinnvollerem Vorgehen zu bringen, existieren nicht einmal als Diskussionsentwürfe.
Dennoch werden wir alle auch nach solchen Einsichten nicht mit dem Fotografieren aufhören, sondern darauf hoffen, dass die Hersteller Hardware und Verfahren entwickeln, die weniger Ressourcen und Energie verbrauchen. (Ein abschreckendes Gegenbeispiel sind etwa digitale Bilderrahmen: Was jahrhundertelang schlicht an der Wand hing oder auf dem Tisch stand, muss ausgerechnet in Zeiten zunehmender Energieknappheit mit elektrischem Strom betrieben werden. Und dann kommen sogar noch sogenannte „Energiesparmodelle" heraus! Das ist etwa so sinnvoll, wie spritschluckende Geländewagen, die ohnehin nur in der Stadt oder auf Autobahnen gefahren werden, zum Benzinsparen mit Spoiler auszustatten.)
Ich bin vor 35 Jahren aufs Land gezogen, um wenigstens noch ein bisschen Illusion von Natur vor der Tür zu haben. Ich trenne säuberlich jedes Fitzelchen Müll, kaufe möglichst energiesparende Geräte, drehe die Heizung runter und dämme die Wände, schraube nur Energiesparbirnen in meine Lampen (bis ich mal wieder erfahren muss, dass ich von der Industrie verarscht worden bin, weil die weder so wenig verbrauchen noch so lange halten, wie draufsteht), fahre möglichst mit der Bahn statt mit dem Auto (und stehe wegen der ständigen Verspätungen auf zugigen Bahnhöfen und verpasse meine Termine). Ich freue mich über regenerative Stromgewinnung – und ärgere mich über die Windräder hinterm Haus, die trotz ausreichender Fläche so nah am Dorf aufgestellt wurden, dass ich im Sommer wegen des Krachs die Fenster geschlossen halten muss. Und ich wähle meist die Grünen.

Mit anderen Worten: Ich begrüße es zwar sehr, dass die Zingster „Horizonte" einen Bezug zur Natur suchen. Aber ich glaube keinen Augenblick daran, dass das irgendwas bewirken wird. Wenn Tausende von Menschen, vollgepackt mit den neusten Kameramodellen, sich aus ganz Deutschland auf den Weg an die Ostsee machen und dabei Abertausende Liter Sprit verbrauchen, wo ihre Kinder vielleicht zum ersten Mal sehen, dass es Tiere auch außerhalb von Zoomauern gibt, man sich bei Spaziergängen die Lungen mit der guten, unbelasteten Luft füllt, den Blick übers weite Meer gleiten lässt (und nicht sieht, was sich auf dessen Grund inzwischen alles abgelagert hat) – wie sieht dann die Ökobilanz unterm Strich aus?


http://www.docbaumann.de/

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04. Feb 2012

Tina Tandler präsentiert: Thomas „Piano Schulze“ »Blues, Ragtime & Boogie–Woogie«
Samstag, den 04. Februar,
20.00 Uhr - Kurhaus Zingst
Anschauen

07. Feb 2012

Vortrag: »Im Revier des Seeadlers« von Mario Müller
Dienstag, den 07. Februar,
20.00 Uhr - Kurhaus
Anschauen

08. Feb 2012

Kinderprogramm: »Lachen und staunen mit Zauber-Pit«
Mittwoch, den 08. Februar
10.00 Uhr - Max Hünten Haus
Anschauen


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