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Gerd Ludwig "Peace on Earth or Earth in Pieces"


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Zu den Fotografien von Gerd Ludwig

Die Wurzeln seiner beiden großen Themen in der Fotografie reichen tief in Gerd Ludwigs Kindheit zurück.

Als Sudetendeutscher diente sein Vater früher in der tschechischen, später in der deutschen Armee. Es waren die Erzählungen seines Vaters, die Schilderungen der Kämpfe vor Stalingrad, die der Sohn nie vergaß – und die Gerd Ludwig Jahre später dazu brachten, sich ausgiebig mit Russland und der ehemaligen Sowjetunion zu befassen. Seinem ersten großen Thema.

Nach dem Krieg verschlug es die Familie als Heimatvertriebene nach Hessen. Ludwig erinnert sich: „In den kargen Nachkriegsjahren begleitete ich oft meine Mutter und die anderen Frauen des Dorfes in den Wald zum Beerensammeln, wo ich manchmal auf den trockenen Blättern des warmen Waldbodens meinen Mittagsschlaf hielt. Momente, die sich auf eigenartige Weise eingebrannt haben. Der Übergang vom Wachsein in den Schlaf war begleitet von einem unendlichen Glücksgefühl. Es war das Gefühl, mit der Welt auf eine stille und magische Weise im Einklang zu sein. Diese wundersame Empfindung erfüllt mich bis heute hin und wieder, wenn ich mit der Kamera durch die Landschaften streife und sich vor meinen Augen das Land wie ein Paradies ausbreitet. Dann fühle ich mich in meine Kindheit zurück versetzt, spüre wieder dieses Glück, zu einem Teil der Welt, ja zu einem Teil des Universums zu werden."

Die Suche nach der intakten äußeren und inneren Landschaft – sie wurde zu Ludwigs zweitem fotografischem Schwerpunkt. Eine Suche, die gravierende Spuren offenbarte. Denn immer häufiger stieß Ludwig während seiner langen Reisen auf Bilder der Zerstörung, auf eine vom Menschen missachtete Natur sowie auf die katastrophalen Folgen dieses Denkens und Handelns. Seine Fotografie greift das Motiv eines zerstörten Eden immer wieder auf: Landschaften paradiesischer Schönheit stoßen auf Szenen monumentaler Zerstörung.

Die ehemalige Sowjetunion, die Ludwig auf seinen oft monatelangen Reisen für „National Geographic" sah, war gezeichnet von der rücksichtslosen Ausbeutung der Natur. Die Flüsse waren zu Kloaken verkommen. In Aserbaidschan wurde Ludwig Zeuge, wie undichte Bohranlagen ganze Landstriche kontaminierten und zerstörten. In den USA, am Salton Sea in Kalifornien, hielt seine Kamera eine apokalyptisch anmutende Szenerie fest, nachdem an einem einzigen Tag Millionen Fische an Sauerstoffmangel erstickt waren.

In aller Welt traf Gerd Ludwig auf die Zerstörung durch den Menschen. Die Fotografien, die dabei entstanden, beeindrucken und beklemmen zugleich. Sie sind Zeugnisse der Destruktion. Dokumente menschlicher Gier und verantwortungslosen Handelns. Ein Thema, das immer dringlicher wird und noch Generationen beschäftigen wird.

Ludwigs Bilder sind darum vor allem eines – das Vermächtnis eines vehementen Streiters für die Erhaltung unserer Umwelt. Es spricht ein verzweifelter Wunsch aus seinen Fotos, den man auch als auch Ludwigs Motto begreifen kann: Peace on Earth or Earth in Pieces, oder in freier Übersetzung Friede auf Erden ist Friede mit der Erde.



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17. Mai 2012

Ortführung "Spaziergang durch Zingst"
Donnerstag, den 17. Mai,
10.00 Uhr - Kurhaus
Dauer ca. 3 Std
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17. Mai 2012

»Bio- und Erlebnismarkt«
Donnerstag, den 17. Mai,
10.00 - 14.00 Uhr - Museumshof
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18. Mai 2012

Radwanderung „Zwischen Meer und Bodden"
Freitag, den 18. Mai,
10.00 Uhr - Kurhaus,
Dauer: ca. 3 Std.
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